Das Taubenproblem

In unserer Stadt haben sich, wie in den meisten Städten, im Kernbereich eine Anzahl von Stadttauben angesiedelt. Viele sind Brieftauben und deren Nachkommen.


Allein in Deutschland gibt es 100.000 Taubenzüchter, die in den Sommermonaten ungefähr 7 Mio. Reisetauben fliegen lassen. 30% dieser Tiere sind Verlust. Sie sterben unterwegs an Hunger und Durst, oder sie landen in unseren Städten. So ist das Taubenproblem jährlich hausgemacht. Der Lebensraum der Tauben wird immer enger. Sie wirken störend und lästig.


Durch das Fütterungsverbot in den Städten leben die Tauben von Abfällen und haben einen durch Hunger verursachten wäßrigen Taubenkot, der der Umwelt und den Menschen nicht gut tut.


Die Tauben brüten von März bis Oktober. Weil aber auch ausgehungerte Tauben Nachwuchs bekommen, sterben diese Jungen an Hunger und Krankheiten. Was dann in solchen Nestern zurückbleibt, ist nicht ungefährlich.


Daher unser Bestreben, Taubentürme oder –häuser zu erstellen und Futterplätze einzurichten, wo die Tiere mit artgerechtem Futter versorgt werden. So bleibt der Kot naturbelassen und ist durch Regen abwaschbar. Diese Methode spart Geld.

Taubenpille in Deutschland nicht erlaubt!

Die Initiative Stadttauben hat sich mit Rücksprache der Stadt Witten um eine Taubenpille oder um Taubengranulat bemüht und ist auf folgende Tatsachen gestoßen:


Um eine noch größere Eindämmung der Taubenpopulation zu erreichen, wäre für alle Kommunen eine Taubenpille ein Geschenk. Es gibt ein Taubengranulat mit dem Namen ONISTERIL, das in der Schweiz vertrieben wird und in den Ländern Österreich, Holland, Luxemburg und Spanien im Einsatz ist, und das mit großem Erfolg. Leider ist dieses Mittel in Deutschland nicht zugelassen laut Aussage des Veterinäramtes in Schwelm. Die Begründung: »Ein Habicht könnte eine Taube schlagen und würde dadurch eventuell auch unfruchtbar«.


Nun leben in den anderen Ländern auch Greifvögel, und die sind nicht ausgestorben, sondern leben putzmunter weiter. Ferner gibt es noch ein anderes Verhütungsmittel mit dem Namen „Fertistop99“, eine Taubenpille, die nur alle 8 Wochen ausgelegt werden muß, welche in Hannover an der Tierärztlichen Hochschule wissenschaftlich untersucht worden ist.


Wird diese Pille abgesetzt, ist die Taube wieder zeugungsfähig, gegebenenfalls auch ein Greifvogel. Leider wurde dieses Mittel nach einer Zeit der Anwendung auch wieder verboten mit derselben Begründung.


Mir liegen sämtliche Unterlagen von „Fertistop99“ vor. Dieses Päparat wird im Ausland sehr viel geordert. Wer hat in Deutschland ein Interesse daran, dieses Mittel zu verbieten? Sind es etwa die Lobbyisten der Taubenabwehrmaßnahmen - eine ganze Industrie ist entstanden - fürchten sie um ihr Geschäft? Da sind das Amt für Umweltschutz, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefragt.


Die richtige Adresse wäre Frau Bärbel Höhn.